Luftfracht in Corona-Zeiten - Ehrlich und flexibel

LuftfrachtLuftfracht in Corona-Zeiten - Ehrlich und flexibel

Die Corona Krise hat das internationale Luftfracht-Geschäft ganz schön durcheinander gewirbelt. Das betrifft besonders den Belly-Freight Bereich, bei dem Fracht im Bauch von Passagiermaschinen transportiert wird. Weniger Flüge, gar keine Flüge – insgesamt sind Kapazitäten und Planbarkeit bedingt durch die weltweite Pandemie deutlich eingeschränkt.

Wie gehen die Luftfracht-Spezialisten von Karl Gross mit diesen Herausforderungen um? Darüber berichtet Dominik Ruckdeschel in einem kurzen Interview.

Herr Ruckdeschel, was erleben Sie aktuell als größte Herausforderung im Luftfracht-Bereich?

Die Situation ist aktuell kein Zuckerschlecken. Die Luftfracht ist ein schnelles Geschäft – die Ware in der Regel sehr eilig. Das sind wir gewohnt. Auch vor der Krise haben wir uns trotzdem schon mit jeder Anfrage und jedem Auftrag individuell auseinandergesetzt, um für unsere Kunden möglichst wirklich optimale Transportlösungen zu organisieren. Das braucht Flexibilität im Denken und die ist in der aktuellen Situation wichtiger denn je.

 

Haben Sie da ein konkretes Beispiel?

Einer unserer Hauptgeschäftsbereiche ist der Luftfracht-Export von Ersatzteillieferungen für Maschinen und Anlagen. Das ist oft klassische Fracht für den Belly-Freight Bereich. In der aktuellen Situation greifen wir da natürlich verstärkt auf Frachtmaschinen zurück. Das funktioniert allerdings nur, wenn auf den Routen auch tatsächlich Frachter eingesetzt werden bzw. die Verbindungen sinnvoll sind.

 

Wie meinen Sie das?

Im Endeffekt geht es darum, jeweils genau zu prüfen, welche Transportmöglichkeiten aktuell im Markt verfügbar sind und ob es Varianten gibt, die für unsere Kunden tatsächlich Sinn machen.


Wir hatten beispielsweise einen Fall, in dem wir für eine Luftfracht-Sendung angefragt wurden und dem Kunden im Endeffekt geraten haben, seine Fracht per Seefracht transportieren zu lassen. Eine Luftfrachtlösung hätten wir zwar darstellen können. Die wäre aber mit mehreren Umladungen verbunden gewesen und der Transport hätte ca. 3 Wochen gedauert. Das macht halt wenig Sinn. Schon gar nicht im Hinblick auf die Kosten.

In der Rücksprache mit unseren Kollegen aus der Seefracht hat sich gezeigt, dass sie den Transport in zwei Wochen realisieren konnten und der Kunde hat sich im Endeffekt für die Seefracht-Variante entschieden.

Natürlich sprechen wir hier nicht über einen Transport, der auf einer internationalen Hauptroute stattfinden sollte, sondern bei dem es eher um eine ‚exotische Destination‘ ging.

Aber das Beispiel verdeutlicht unseren Ansatz. Wir beraten unsere Kunden ehrlich. Und wenn die Marktgegebenheiten, also das, was jeweils aktuell für uns in der Luftfracht darstellbar ist, uns nicht nutzenbringend für den Kunden erscheinen, dann sagen wir das und schlagen Alternativen vor. Das können Transportlösungen per Seefracht sein, aber auch per Bahn.

 

Wir prüfen, welche Transportmöglichkeiten aktuell für uns darstellbar sind und für unsere Kunden tatsächlich Sinn machen.


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