Premiere im Containerhafen

Break Bulk Premiere in nordvietnamesischem Containerhafen: Karl Gross lässt Schwergewichte von Breakbulk Schiff entladen

Rund 170 Tonnen – jüngst galt es, für ein solches Schwergewicht eine passende Logistiklösung zu erarbeiten. Die besondere Herausforderung: einzig möglicher Zielhafen war der Lach Huyen International Gateway Port ein Containerhafen auf der vietnamesischen Insel Cat Hai.  

Adressat der Sendung: VinFast - Vietnams Prestigeprojekt in Sachen Automobilproduktion. Derzeit befinden sich die künftigen Fertigungshallen des Automobilherstellers im Bau. Die dafür benötigten Maschinen und Anlagen stammen zu Teilen aus China. Die passenden Logistiklösungen für die teilweise tonnenschwere Fracht lieferten die Spezialisten der Karl Gross Gruppe.

Out-of-the-box-thinking, umfangreiches Know-how und Überzeugungsarbeit führten unsere Projekt-Spezialisten dabei zum Erfolg, denn der einzig mögliche Zielhafen, der Lach Huyen International Gateway Port, stellte vor allem für das rund 170 Tonnen-Schwergewicht eine Herausforderung dar.

Inselkreis Cat Hai

Cat Hai ist eine Insel vorgelagert von Haiphong. 2018 erst eröffnete hier der Lach Huyen International Gateway Port. „Bislang werden im Hafen lediglich Container abgefertigt. Weitere Terminals für gewichtigere Ladung befinden sich in Planung“, erklärt George Yan, Projektverantwortlicher von unserem Shanghai Team. „Breakbulk-Ladung wird in der Regel in Haiphong umgeschlagen und per Lastwagen nach Cat Hai getruckt. Für den 170 Tonnen Brocken war das allerdings keine Option.“ 

Breakbulk-Ladung wurde in diesem Hafen noch nicht umgeschlagen – es war das erste Mal.

Zu schwer für Straßentransport

Das Stückgewicht von rund 170 Tonnen war für einen Straßentransport ein Ausschlusskriterium – speziell für einen Brückenabschnitt auf der Strecke zwischen dem eigentlich geeigneten Hafen für derartige Ladung, Haiphong, und der Insel Cat Hai. „Das hat sich bei der Prüfung unserer Transportvarianten recht schnell herausgestellt“, erzählt George Yan, der die Koordination in enger Zusammenarbeit mit unseren vietnamesischen Kollegen gesteuert hat. „Also blieb keine Alternative – das Schwergewicht musste am Lach Huyen angeliefert und von Bord gelöscht werden – eine Premiere für alle Beteiligten.“

 

 

Unsere detaillierte Planung hat alle Beteiligten überzeugt.

Hafenbetreiber und Carrier reagierten auf den Lösungsvorschlag verhalten. „Bislang haben im Hafen nur Containerschiffe festgemacht. Die Hafenbetreiber waren dementsprechend skeptisch, als wir ihnen unseren Lösungsvorschlag unterbreitet haben, ebenso der Carrier“, erzählt unser Projekt-Spezialist. Nach intensiven Gesprächen und der Vorlage einer detaillierten Verschiffungs- und Ablaufplanung, konnten schließlich alle Beteiligten überzeugt werden. Spezialequipment musste am Terminal nicht bereitgestellt werden, denn das Breakbulk-Schiff selber war mit einem entsprechenden Bordkran zum Löschen des Schwergewichtes ausgestattet.

Eine erfolgreiche Premiere für alle Beteiligten

„Umdenken und scheinbar Unmögliches möglich machen – das macht gewichtige Projekte wie dieses so spannend und reizvoll“, sagt George Yan abschließend.


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