Per Charter nach Jakarta

Luftfracht Per Charter nach Jakarta

Zhipeng Liu Teamleader Export Operations/Sales

Beim Warenversand per Luftfracht spielt Zeit oft eine kritische Rolle. Die Spezialisten von Karl Gross realisieren Luftfrachtlösungen – unter anderem per Charterflug.

Wenn es schnell gehen muss, dann ist der Warenversand per Luftfracht oft das Mittel der Wahl. Vor allem über weite Strecken gibt es für eilige Fracht meist keine Alternative. „Wenn es um Zeitmangel und Termintreue geht, ist die Luftfracht in der Regel der zuverlässigste Transportweg“, sagt Zhipeng Liu, Teamleader Export in unserer Frankfurter Niederlassung. „Sendungen können exakt zeitlich disponiert werden.“

 

 

 

Ein Frachtflugzeug zu chartern, war der effizienteste und wirtschaftlichste Weg, die Sendung zu transportieren.

Frachtvolumen bestimmt den Flugzeugtypen

Zeit war auch jüngst für einen unserer Kunden, ein weltweit führender Anbieter im Bereich Bahninfrastruktur, ein entscheidendes Thema: 190 Kolli mit einem Gesamtgewicht von rund 104 t mussten auf schnellstem Weg von Deutschland nach Jakarta, Indonesien, verbracht werden. Die Frage nach dem passenden Flugzeugtypen – Frachtflugzeug oder Passagiermaschine – stellte sich dabei für unsere Luftfrachtspezialisten nicht. „Eine Passagiermaschine kam aufgrund des Frachtvolumens von 104 Tonnen von vornherein nicht in Frage, zumal alles in einer Maschine (in einem Lot) transportiert und nicht auf mehrere Abflüge gesplittet werden sollte“, erklärt Zhipeng Liu. Die Lösung: ein gechartertes Frachtflugzeug – eine Boeing 747-400. „Das war in diesem Fall der effizienteste und wirtschaftlichste Weg, die Sendung zu transportieren.“ Sofort wurde die Verfügbarkeit eines entsprechenden Fliegers geprüft, Anträge für die Flug- und Verkehrsrechte gestellt und ein entsprechendes Slot am Flughafen Frankfurt-Hahn beantragt.

Teilladungen wurden gesammelt

Doch bevor die Fracht verladen werden konnte, musste sie erst mal am Flughafen Frankfurt-Hahn angeliefert und konsolidiert werden. Zwei unserer Kollegen aus dem Team „Air Cargo Project“ waren vor Ort, um die Anlieferung, Beladung und Sicherung zu überwachen und sich zu finalen Details mit den involvierten Parteien abzustimmen.

Das komplette Sendungsvolumen wurde an den unterschiedlichsten Ladestellen in Europa abgeholt. Nachdem alle Teilladungen innerhalb von drei Tagen ihr erstes Ziel, ein Airline-Lager am Flughafen Frankfurt-Hahn, erreicht hatten, durchlief die Fracht umgehend die entsprechenden Sicherheitschecks und konnte auf Luftfrachtblechen frachtgerecht gestaut und fixiert werden.

Detaillierter Frachtplan

„Um die Fracht fachgerecht an Bord zu stauen und zu sichern, wurde für jedes einzelne Packstück im Vorhinein die Ladeposition im Flugzeuginneren genau berechnet und ein detaillierter Frachtplan erstellt“, erzählt Zhipeng Liu. „Ein exakter Frachtplan ist ein Muss, denn es ist wichtig, die Waren ausgewogen an Bord zu verteilen. Punktuelles Über- oder Untergewicht an einer Stelle im Frachtraum wird so vermieden.“ Mit Hilfe sogenannter Highloader (Hebebühnen), wurden die Waren schließlich an Bord geladen.

Ein exakter Frachtplan ist ein Muss, denn danach werden die Waren ausgewogen an Bord verteilt.

Zwischenstopp in Sharjah

Pünktlich, um 12:00 Uhr mittags hob der Frachter vom Flughafen Frankfurt-Hahn ab. Geplante Ankunftszeit war 10:30 Uhr am nächsten Tag auf dem Jakarta Soekarno Hatta Airport in Indonesien. „Auf dem Sharjah Airport in den Vereinigten Arabischen Emiraten musste ein Zwischenstopp eingelegt werden zwecks Betankung“, erzählt unser Luftfracht-Spezialist, „das dauerte etwa dreieinhalb Stunden. Eine Ruhepause für die Crew (sog. Crew rest) war dabei nicht vonnöten.“

27. Oktober 2017


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