Luftfracht: Gigant unter Zeitdruck

Luftfracht Luftfracht: Gigant unter Zeitdruck

Wenn unser Frankfurter Luftfracht-Team ein eiliger Spezialauftrag erreicht, reagiert es prompt. So auch beim jüngsten Szenario.

Ein rund zwölf Tonnen schweres Maschinenteil mit einem Durchmesser von zirka vier Metern musste binnen kürzester Zeit ab Werk in Deutschland in den US-Bundesstaat Minnesota verbracht werden. Der Auftraggeber: ein renommierter Hersteller von Baumaschinen für die Bergbauindustrie. Die Lösung: das Chartern einer Antonov 124.

Wenn industrielle Maschinen- und Anlagenteile per Luftfracht auf den Weg gebracht werden, dann ist der Grund dafür in der Regel enormer Zeitdruck. „Oft handelt es sich bei solchen Sendungen um Ersatzteile, auf die nicht gewartet werden kann, um Verzögerungen in Projektfortschritten oder größere Produktionsausfälle beziehungsweise Stillstand zu vermeiden. Eine Verschiffung per Seefracht ist da keine Option“, weiß Tommy Chun, Niederlassungsleiter unseres Frankfurter Standortes. Ebendieser Fall traf auch auf das Maschinenersatzteil zu. Und so lagen zwischen Auftragsannahme an einem Freitag und -erfüllung am darauffolgenden Dienstag gerade einmal 2,5 Werktage.

Die Zeit stets im Blick, haben wir detailierte Konzepte für Vor- und Hauptlauf erarbeitet.

Allerdings war es nicht der kritische Zeitfaktor, der bei dieser Sendung besonderes Know-how und „um-die-Ecke-Denken“ erforderte – Ad-hoc-Lösungen gehören für unser Frankfurter Luftfracht-Team zum Tagesgeschäft. Es waren die Abmessungen des Maschinenteils. „Bei einem Durchmesser von mehr als vier Metern kommen keine Standardlösungen zum Tragen. Für Vor- und Hauptlauf mussten wir also spezielle Konzepte entwickeln – die Zeit dabei immer im Blick“, sagt Tommy Chun.

 „‚Reguläre Frachtflugzeuge‘ wie beispielsweise eine Boeing 747 oder 777 kamen für den Hauptlauf aufgrund der Sendungsmaße nicht in Frage. Je nach Flugzeugtyp verfügen die Frachttüren über Maximalbreiten von bis zu 3,70 Metern und Höhen von maximal 3,15 Metern“, erklärt unser Luftfrachtspezialist. Die Lösung: das Chartern einer Antonov 124.

Ortswechsel für kurze Strecken über Land

„Wir wussten, dass Antonov-Maschinen oft am Leipziger Flughafen ‚geparkt‘ und gewartet werden. Also haben wir umgehend die Verfügbarkeit einer Maschine abgefragt, den zeitlich günstigsten Flughafen ermittelt und die Maschine  dorthin – an einen westeuropäischen Flughafen – beordert. Der ‚Ortswechsel‘ war nötig, um den Straßentransport für die eilige Fracht möglichst kurz zu halten“, so Tommy Chun.

Parallel zum Transportkonzept für den Hauptlauf, kümmerte sich unser Frankfurter Team auch um die Ausarbeitung und Realisierung eines Vorlauf-Konzeptes. Dabei galt es in jedem Fall Wartezeiten auf Transportgenehmigungen zu vermeiden. Es existieren maximal zulässige Dimensions-Beschränkungen für Straßentransporte. „Alles was darüber hinausragt, bedarf einer Genehmigung“, erzählt Tommy Chun. Allerdings gelang es unserem Team, die zulässigen maximalen Abmessungen einzuhalten: um den Umfang zu minimieren, wurde das Maschinenteil entpackt und in Schrägstellung auf dem Trailer fixiert. 

Mit einer Speziallösung konnten wir die zulässigen Maximalmaße einhalten.

Bereits am Sonnabend wurde die Sendung für einen Streckenabschnitt auf den Weg gebracht, am Montag erfolgte die endgültige Anlieferung am Flughafen. „Um die Montag-morgendliche Rushhour bestmöglich zu umgehen, haben wir den Vorlauf in zwei Abschnitte unterteilt“, erklärt und Luftfrachtspezialist.

Am Dienstag konnte die eilige Sendung schließlich nach entsprechenden Sicherheitschecks mithilfe des bordeigenen Krans in die Antonov verladen werden. Mit einer Flugzeit von etwa 9 1/4 Stunden, landete die Maschine noch am gleichen Tag am Empfangsflughafen.

„Es ist immer wieder spannend und eine absolute Herausforderung, eine Antonov zu chartern“, sagt Tommy Chun abschließend.


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