Keine Zeit zu verlieren: Karl Gross bringt Abgasreinigungsanlage nach Skandinavien

Projektlogistik Keine Zeit zu verlieren: Karl Gross bringt eine Abgasreinigungsanlage nach Skandinavien

Andreas Wippern Head of Business Development

„Die Komponenten müssen von China in den Norden Skandinaviens und das schnell", lautete die Prämisse für den Transport einer Anlage für die industrielle Abgasreinigung. Acht übergroße Teile sowie Zubehör standen auf der Ladeliste.

„Für unseren Kunden zählte, abgesehen vom Preis, eine kurze Laufzeit des Gesamttransports", sagt Andreas Wippern, Head of Business Development bei Karl Gross in Rotterdam. „Deshalb haben wir die Verschiffung aller Teile Break Bulk auf Containerschiff im Liniendienst organisiert. Nicht gerade Standard für die Verschiffung von Projektladung aber ein Weg, den wir seit Jahren erfolgreich gehen, wenn die Verschiffung von übergroßer Ladung unter Zeitdruck steht."

Seit Jahren realisieren wir Logistiklösungen jenseits vom Standard.

„Containerschiffe haben nun mal einfach deutlich kürzere und planbarere Laufzeiten als die klassischen konventionellen Frachtschiffe. Klar sind besondere Planung und entsprechende Vorkehrungen notwendig, damit industrielle Anlagen von den Vorteilen der Containerschifffahrt profitieren, aber das kann sich gerade bei industriellen Großprojekten lohnen." Der gewählte Ladehafen bot dafür gute Voraussetzungen – sowohl in Sachen Abfahrtsfrequenz als auch im Sachen „Know-how im Handling dieser speziellen Transportvariante."

„Unsere ‚Augen vor Ort‘ waren die Kollegen aus dem Projekt Team von Karl Gross Shanghai. Obwohl unser Transportauftrag ab FOB lautete haben sie die Verschiffungsvorbereitung auf chinesischer Seite inklusive Kontakt zum chinesischen Lieferanten unterstützt, ebenso wie die Dokumentation", berichtet Andreas Wippern.

Das Verschiffungskonzept, dass die Projektspezialisten von Karl Gross Rotterdam für diese Verladung ausgearbeitet hatten, sah vor, die Sendung von China per Containerschiff im Liniendienst auf einen Nordeuropäischen Basishafen zu verschiffen und anschließend per gechartertem Küstenmotorschiff zum werkseigenen Zielhafen des Empfängers im Norden Skandinaviens zu transportieren.

„Standardvarianten zur Weiterverschiffung kamen für diese Sendung nicht in Frage", so Andreas Wippern. "Unterm Strich ging es darum, eine besonders effiziente Lösung für die Anschlussverschiffung auf den Zielhafen zu schaffen", erklärt er. „Die Charter des Küstenmotorschiffes hatte vor diesem Hintergrund gleich mehrere Vorteile. Unter anderem konnten wir dadurch eine Umfuhr der Güter innerhalb des Transithafens umgehen. Das hätte zusätzlich Zeit und Geld gekostet – beides wollten wir im Sinne unseres Kunden vermeiden."

24. September 2018


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