Bahntransport nach China

China Auf dem Landweg: Schienenverkehr nach China

Susanne Kreuziger Route Manager China

Wann ist der Warentransport per Bahn eine Alternative, und was gilt es zu beachten?

Wenn der Warentransport per Seefracht zu lange dauert, der Transport aber noch nicht so eilig ist, als dass Luftfracht das Mittel der Wahl ist, kann ein Bahntransport eine geeignete Alternative sein – insbesondere auch, wenn die Waren für Destinationen im chinesischen In- und Hinterland bestimmt sind. Diverse wichtige Handelszentren sind von den Inland-Depots bzw. Bahnhöfen per LKW gut zu erreichen.

Wöchentlich gibt es mehrere Containerzug-Abfahrten aus Deutschland nach China

Mehrmals wöchentlich pendeln Container-Züge unter anderem zwischen Hamburg, Duisburg, Nürnberg, Zhengzhou, Chongqing und Wuhan. Die Transitzeiten betragen aktuell zwischen 15 und 20 Tagen, je nach Abgangs- und Zielbahnhof.

Beim Schienenverkehr nach China gibt es Services für Container und Sammelladungen

In der Regel transportieren die Carrier 40-Fuß-Container – Standard und High Cube. 20-Fuß-Container werden nur paarweise angeboten. Auch für den Transport von Stückgut als Sammelladung gibt es Services. Gestaut werden die LCL-Container an zentralen Umschlagsplätzen wie zum Beispiel in Hamburg oder Duisburg. Auf chinesischer Seite werden die Container in Inland-Depots entladen und/ oder zum Weitertransport auf LKW umgeladen. Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch in die andere Richtung: für Sendungen von China nach Europa.


Die Planung und Vorbereitung der Transporte ist auch im Schienenverkehr wichtig. Sie unterscheidet sich in einigen Punkten durchaus von der Versandplanung und Versandvorbereitung bei Transporten per Seefracht oder Luftfracht. So gelten etwa in manchen Ländern, die von den Zügen passiert werden, Transitverbote für bestimmte Warengruppen. In der Regel prüft aber der Carrier, ob die zum Transport angemeldeten Waren unter ein Verbot fallen oder nicht.

Ohne Stauplan geht es nicht: Auch die gewichtsmäßige Auslastung, die die jeweiligen Carrier akzeptieren, gilt es vorab zu prüfen. Für die Stauung von Containern gilt: Sie muss genau dokumentiert und in Bildern festgehalten werden. Ein Stauplan inkl. Bebilderung wird von den Carriern verlangt. Zum Hintergrund: Die Container werden im Verlauf des Transportes per Kran umgeladen, denn in Russland und einigen seiner Anrainerstaaten ist das sog. „Schmalspur-System“ etabliert. Die Gleisstellung ist also enger als in den meisten europäischen Ländern und kann entsprechend von unseren „westlichen Zügen“ nicht befahren werden. An der Grenze zu China werden die Container dann vom „russischen“ auf einen „chinesischen Zug“ umgesetzt – auch hier wegen anderer Spurbreite.


Benötigen Sie einen Vergleich? Hier finden Sie auch Informationen zu Transporten per Seefracht.


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