Abkürzungen

Wie fast jede Branche hat auch die Logistik ein eigenes Vokabular. Dazu gehört eine Reihe von Abkürzungen. Einige davon sind:

AMS
Automatic Manifest Systems
Bezeichnet die vorzeitige Datenübermittlung an den U.S. Zoll zur Prüfung.

ATA
Actual Time of Arrival
Tatsächliche Ankunftszeit eines Schiffes bzw. eines Flugzeugs am Zielhafen bzw. Zielflughafen.

ATD
Actual Time of Departure
Tatsächlicher Zeitpunkt der Abfahrt eines Schiffes bzw. des Abflugs eines Flugzeugs.

AWB
Air Waybill
Luftfrachtbrief. Warenbegleitendes Dokument in der Luftfracht. Der AWB ist Beweis über einen geschlossenen Luftfrachtvertrag sowie „Quittung“ an Stationen der Ladungsübergabe bzw -übernahme.

B.A.F
Bunker Adjustment Factor        
bezeichnet einen Treibstoffzuschlag, den Reedereien erheben. Dieser orientiert sich am Rohölpreis. Der B.A.F wird entweder per TEU oder in % von der Seefracht berechnet bzw. angegeben.

BB
Break Bulk
Konventionelle Verschiffung. Die Ladung wird „lose“ (break), also nicht in Containern befördert.

B/L
Bill of Lading
Konnossement. Ein B/L erfüllt unterschiedliche Funktionen. Er ist Beweis über einen geschlossenen Seefrachtvertrag, Quittung an Stationen der Ladungsübergabe bzw. -übernahme (aus der etwa hervorgeht, wann die Ware an Board eines Schiffes genommen wurde, „shipped on board“) und ist Urkunde über den Besitz der aufgeführten Ware(n).

C.A.F 
Currency Adjustment Factor
Eine Gebühr, die von einigen Reedereien erhoben wird. Sie dient dazu, Kursschwankungen des US $ auszugleichen. Dieser Zuschlag wird bei Seefrachtraten erhoben, die in US $ angegeben werden.

c/o
care of
wird im postalischen (geschäftlichen) Schriftverkehr verwendet, um kenntlich zu machen, dass sich eine Sendung an eine angegebene Person gerichtet ist, die unter der angegebenen Anschrift erreichbar ist. Beispiel:
Frauke Hockmann
c/o Karl Gross Internationale Spedition GmbH
Birkenstraße 37
28195 Bremen

C/O
Certificate of Origin.
Ursprungszeugnis. Amtliches Dokument, das den Ursprung von Waren nachweist, also beispielsweise, dass eine Ware in Deutschland produziert wurde.

C.S.C Container Service Charge
bezeichnet eine Gebühr der Hafen Terminalbetreiber für den Umschlag von LCL (less than Container Load) vom Kai auf den Verkehrsträger oder vice versa.

ETA Estimated Time of Arrival
Geschätzte Ankunftszeit, z.B. eines Schiffes oder eines Flugzeugs

ETD Estimated Time of Departure
Geschätzte Abfahrtszeit eines Schiffes bzw. Startzeit eines Flugzeugs.

FCL Full Container Load
Bezeichnet Ladung, die einen gesamten Container ausfüllt.

FEU Forty foot equivalent Unit
bezeichnet die Einheit eines 40ft. Containers. Üblicher ist jedoch die Angabe von TEU.

FIATA Fédération International des Associations de Transitaires et Assimilés
Internationaler Verband von Spediteuren.

ft. feet
Englisches Längenmaß (1 Fuss = 30,48cm) in dem beispielsweise Containergrößen angegeben werden.

HQ High Cube
Ein 40ft. Container mit Überhöhe im Vergleich zum 40ft. Standard Container. Die Außen-Höhe eines Standard Containers (ISO-Norm) beträgt 8ft. (ca. 2,42m). High Cube Container gibt es mit einer Außen-Höhe von 8ft. 6 inch (ca. 2,57m) oder 9ft. 6 inch (ca. 2,87m). Die Außen-Breite und Außen-Länge eines HQ Containers entsprechen denen des 40ft. Standard Containers. 

IATA International Air Transport Association
Dachorganisation von vielen nationalen und internationalen Fluggesellschaften, deren Ziel u.a. die Vereinheitlichung vieler Komponenten des Luft(fracht)verkehrs ist. Karl Gross ist IATA Agent, d.h., dass wir mit und nach den Standards der IATA arbeiten .

IG In Gauge
Diese Bezeichnung wird bei Verladung mit speziellem Equipment wie Flat Racks, Plattformen, Open Top Container etc. verwendet und bezeichnet Waren / Ladungen mit Abmessungen kleiner als oder gleich den Abmessungen des eingesetzten Containertyps. Gegenteil: Out of Gauge.

ISPS International Ship and Port Facility Security Code (ISPS-Code)
Internationale Standards der IMO (International Maritime Organization) zur Erhöhung der Sicherheit von Häfen und Terminals zum Schutz vor Terrorakten. Von den Betreibern wird vielfach eine ISPS „Sicherheitsgebühr“ erhoben.

L/C Letter of Credit
Akkreditiv.
Bank-Dokument zur Zahlungssicherung, das bei Abschluss eines Kaufvertrags erstellt wird und neben Zahlungsmodalitäten vielfach weitere Details zum Kauf enthält, wie etwa das späteste Verschiffungsdatum der Ware u.ä.. 

LCL Less than Container Load
Bezeichnet Ladung, die einen Container nicht komplett auslastet, also z.B. Stückgutsendungen in einem Sammelcontainer.

NVOCC Non Vessel Operating Common Carrier
Ein neutraler Zwischenhändler für Frachtkapazitäten. Der NVOCC kauft Frachtkontingente bei Reederein ein und verkauft diese in kleineren Einheiten weiter. Im Stückgutbereich wird beispielsweise Raum in einem Sammelcontainer weiter verkauft.

OOG Out of Gauge
Bezeichnet Waren bzw. Ladungen mit Übermaße wie Überhöhen, Überbreiten und/oder Überlängen.
Diese Bezeichnung wird bei Verladung mit speziellem Equipment wie Flat Racks, Plattformen, Open Top Container etc. verwendet. Gegenteil: In Gauge.

OT Open Top
Oben offen. Bezeichnet einen 20ft. Oder 40 ft. Container ohne festes Dach. Zur Abdeckung der Ware wird bei einem Open Top Container eine abnehmbare Plane verwendet.

T.H.C. Terminal Handling Charge
bezeichnet eine Gebühr der Hafen Terminalbetreiber für den Umschlag von Containern vom Kai auf den Verkehrsträger oder vice versa.

POD Port of Destination
Löschhafen. Der Hafen, in dem die Fracht von einem Schiff entladen (gelöscht) wird.

POL Port of Loading
Ladehafen. Der Hafen, in dem ein Schiff die Fracht an Bord nimmt.

RO/RO Roll-on/Roll-off
bezeichnet einen Schiffstyp, bei dem die Ladung über eine Rampe, die auf dem Kai aufliegt, an Bord bzw. von Bord gefahren wird.

TEU Twenty foot equivalent Unit
bezeichnet die Einheit eines 20 Fuss (Außenmaß:Länge) Containers. Anhand dieser Einheitsbezeichnung werden beispielsweise die Kapazitäten von Schiffen und Hafenanlagen berechnet bzw. angegeben.

T/S Transshipment
Transport mit Umladung, also mit unterbrochenem Hauptlauf. In der Seefracht wird/werden die Waren(n) im Verschiffungshafen auf ein Mutterschiff geladen. Fährt dieses dem Empfangshafen nicht direkt an, ist ein Transshipment nötig. Dabei liefert das Mutterschiff die Ware(n) in einem „Feederhafen“ ab. Dort wird/werden sie auf ein „Feederschiff“ geladen, das sie zum endgültigen Empfangshafen befördert. Häufig ist bei L/C Geschäften geregelt, ob der Transport der Ware(n) direkt also ohne Umladung („transshipment not allowed“) zu erfolgen hat oder ob die Waren(n) umgeladen werden darf/dürfen („transshipment allowed“).

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